Vorschau

 

 

ImproJukeBox

von Hörspiel auf Verlangen

am 21. Juni 2018



ReilEcke 1988 

Glasnost & Perestroika – eine Improtheatersoap

von Hörspiel auf Verlangen

am 22. Juni 2018 / 20.00 Uhr
Folgetermine am 31. August und 26. Oktober 2018 / 20.00 Uhr
















Halle/Saale, nördliche Innenstadt, Hauptverkehrskreuzung Reileck, Ende der 80er Jahre.
Im Mittelpunkt dieser Theaterseifenoper steht Walter Koslowski – Betreiber eines Kiosk vom Typ K600. Vom Bezirksleiter beim staatlichen Postzeitungsvertrieb zwangsversetzt in den Kiosk ist der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften nun sein Geschäft. Und selbstverständlich ist der kleine Laden auch ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und der Diskussionen, – manchmal mehr als es Koslowski lieb ist.
Das Sprecher- und Schauspielerkollektiv „Hörspiel auf Verlangen“ katapultiert hr.fleischers Kiosk am Reileck in die Vorwendezeit. Anhand von Recherchen in Zeitzeugen- und Presseberichten erforschen sie auf ihre theatral-improvisierte Weise das gesellschaftliche Klima und die Zustände der damaligen Zeit. Damit verbunden werden soaptypische Themen wie Meinungs-verschiedenheiten, Liebe und Intrigen.
Was sich genau in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler, gleichermaßen überraschen. Und selbstverständlich endet jede Folge mit einen Cliffhanger – wie sich das für eine richtige Seifenoper gehört.

Dieses Projekt ist gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und durch die Stadt Halle.



Paradies

eine Ausstellung von Matthias Behne und Udo Israel

vom 23. Juni bis 26. Juli 2018
Aktionstermine:
Tag 1 (Sa 23. Juni 2018, 14-17 Uhr): Vermessung des Paradieses
Tag 5 (Mi 27. Juni 2018, 16 Uhr): Verlesung des Paradieses
Tag 14 (Fr 6. Juli 2018, 19 Uhr): Anschauung des Paradieses
Tag 23 (So 15. Juli 2018, 17 Uhr): Beschallung des Paradieses
Tag 34 (Fr 26. Juli 2018): Vertreibung des Paradieses



Vom 23. Juni bis 26. Juli 2018 verwandelt sich der Kunst- und Projektraum Herr Fleischer am Reileck in Halle (Saale) in ein Paradies, an dessen Entstehen die Besucher mitwirken können. Die Idee: Am Anfang existiert im Kiosk eine unwirtliche, nicht einladende Fläche – eine Wüste. Gäste sind eingeladen, den Ort zu gestalten, zu beleben, zum Paradies zu machen. Sie bringen (Zimmer-)Pflanzen für den entstehenden Garten. Sie helfen dabei, diese zu positionieren. Schließlich dürfen sie selbst das Paradies bevölkern. Dafür wählen sie ein passendes Outfit und lassen sich fotografieren. Die Fotoabbilder werden im Kioskgarten installiert. Zur fortlaufend wachsenden Installation im Kiosk gehören fünf Aktionstermine, an denen das Paradies gemeinsam gestaltet wird.




Kioskmusik

Die Veranstaltungsreihe, initiiert und realisiert von Tim Rosenbaum, findet jeweils parallel zu den aktuellen Ausstellungen am Kiosk hr.fleischer am Reileck statt.

am 7. Juni 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr
Folgetermine: 4.8., 1.9., 6.10., 3.11., 5.12., jeweils 14.00 bis 18.00 Uhr
  



Sailor's Secret

eine Ausstellung von Imke Lohmann

vom 5. August bis 26. August 2018

Vernissage: 5. August / 15.00 Uhr

























Der Kiosk gleicht einem Patchwork-Folienbild, der bei genauerer Betrachtung aus einzelnen Papierstreifen, Farben und Post-It`s als Gesamtbild fungiert. Die äussere Erscheinung des sonst eher schlichten Kiosk wird nun in ein abstraktes Farbspiel - geplant auch mit farblicher Beleuchtung - verwandelt.
"Kiosque" - eine Erfindung vor gut 2oo Jahren: die Bezeichnung für eine kleine Verkaufsstelle in Form eines Häuschens oder einer Bude, entwickelt sich im Verlauf der Zeit darüber hinaus auch in einen abendlich verspäteten Sammeltreffpunkt für Nachbarschaft, Austausch und Kommunikation.
An der Vernissage am 5.8. um 15 Uhr ist eine Gelegenheit, den Kiosk wieder neu zu entdecken: Imke Lohmann lässt dann andere partizipieren, sich an dem Kunstwerk zu beteiligen.





ReilEcke 1988 

Glasnost & Perestroika – eine Improtheatersoap

von Hörspiel auf Verlangen

31. August 2018 / 20.00 Uhr



RadioKiosk

von Franziska Stübgen
vom 1. September bis 16. September 2018

 

Flora

von Odine Lang
vom 17. September bis 25. Oktober 2018



ReilEcke 1988 

Glasnost & Perestroika – eine Improtheatersoap

von Hörspiel auf Verlangen

26. Oktober 2018 / 20.00 Uhr



Projektstipendium

Künstlerin: Claire-Laude Schulte-Heuthaus
vom 27. Oktober bis 4. Dezember 2018

 

Weihnachtsplätzchen

vom 5. Dezember bis 21. Dezember 2018



Luftvolumen II

eine Ausstellung von Jörn Plaß 

vom 27. Dezember 2018 bis 10. Februar 2019






































"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern [...] macht sichtbar", konstatierte Paul Klee 1919. Sie zielt nicht auf die Nacharmung des Augenscheinlichen, sondern versucht, verborgene Strukturen aufzuspüren. Sichtbarmachung impliziert stets die Präsenz einer vorhandenen, aber nicht bewusst wahrgenommen Ebene, die sich interpretatorisch darstellen lässt. Eine wichtige Aufgabe von Kunst ist es daher, über das allgemein Bekannte hinauszugehen und auf latente Sinnschichten zu verweisen. Den Blick zu lenken auf unentdeckte Dinge des Alltags - also auf jenes Naheliegende, das übersehen wird, obschon oder gerade weil es sich unmittelbar vor unseren Augen befindet.
Der Künstler Jörn Plaß verwendet in seinen installativen Arbeiten oft gewöhnliches Material, das er direkt seinem Lebensalltag entnimmt. er sammelt Dinge, die funktionslos erscheinen oder in ihrer täglichen Präsenz kaum wahrgenommen werden. Dieses Ausgangsmaterial dekontextualisiert er und setzt es neu zusammen. Die kombinierten Objekte werden hierbei ihres ursprünglichen Verwendungszwecks enthoben und poetisch inzeniert. Durch die Montage der vertraut wirkenden Einzelteile zu einem befremdlichen Ganzen entsteht eine subtile Spannung,die es ermöglicht, die Assemblage jederzeit gedanklich zu dekonstruieren.
Am Material selbst nimmt Jörn Plaß oft nur geringfügige Eingriffe vor. Keramikartikel garniert er mit Zuckerstreuseln. Weihnachtskugeln mit Lametta und präsentiert diese objets trouvés auf fragil wirkenden, selbstmontierten Holzsockeln. Auf diese Weise eignet er sich die Gegenstände an und verfremdet sie zugleich. In seinen Installationen erforscht der Künstler Raumwirkung und -volumen. Die Enge und Abgeschlossenheit , aber auch die Guckkastensituation und Blicklenkung durch die Glasfront inspirierten ihn zu einer voluminösen, pneumatischen Arbeit. Handelsübliche, grüne Plastiktüten fügt er zu hauchdünnen, durch einen Ventilator mit Luft befüllten Schläuchen zusammen. Eine Zeitschaltuhr reguliert den Befüllungzustand, sodass das Raumvolumen im Wechsel Kontur erhält und wieder verliert. Da sich dieser Prozess über mehrere Stunden erstreckt, ist er kaum wahrnehmbar. Die Wirkung des Raumes verändert sich schleichend und oszilliert zwischen relativer Leere und berstender Enge. Durch die Luftschläuche ergeben sich verschiedene geformte, von hinten angestrahlten Raumebenen mit komplexen Überlagerungen und Perspektiven.
Der Ausspruch Paul Klees erfährt in Jörn Plaß' Installation eine sehr anschauliche Interpretation. Hier wird etwas erkennbar, das per se unsichtbar ist. Das Volumen der Luft - jenes gasförmiges Gemischs, das wir optisch nicht wahrnehmen können, erhält eine Form. Durch diese Visualisierung wird das Nicht-Sichtbare in seiner Tiefe und eigentlichen Fülle sichtbar.


Text: Astrid Köhler, kleinraumdisko Sylvia Franzmann und Lisa Seebach (Hg.)

Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale).