Die Schönheit, für die ich nicht gezahlt habe


eine Ausstellung von YunYoung Kim

9. April bis 16. Mai 2018


















Die Künstlerin YunYoung Kim macht den Besuchern des Kiosks ein besonderes Angebot: "Erzählt mir eure Geschichte!" Diese integriert sie in ihre wachsende Ausstellung und fertigt auf Wunsch eine Zeichnung der persönlichen Erinnerung auf der Haut an.

"Wir erschaffen zu jeder Zeit Erinnerungen und gleichzeitig vergessen wir auch welche. Welche Erinnerungen hinterlassen wir dann? Was ich erfassen möchte, sind die schönen Erinnerungen der Leute. Zu diesem Zweck war der Kiosk ein perfekter Raum. Ich habe in dem Raum den Geschichten der anderen zugehört und dafür ihren Körper mit Bodypaint bemalt, der nur einen Tag hielt." (Gedanken der Künstlerin)











































Gedanken und Erinnerungen der Künstlerin zu ihrer Ausstellung:

"Die Leute sehen so schüchtern aus, wie ich. Viele kommen mit zögernden Schritten nach vorne, um meine Zeichnungen zu sehen und gehen dann weiter mit einem Lächeln.
Manche Leute haben sich weiter getraut und mich gefragt, was ich hier mache. Ich habe geantwortet, dass ich Erinnerungen sammle und der Person angeboten, sie dafür zu bemalen. Viele haben erwidert, sie hätten heute leider keine Zeit oder sie wären zu alt für solche Sachen. Dennoch habe ich viele wunderbare Geschichten sammeln können."...

"Als ich in Korea lebte, war es natürlich für mich, über persönliche Dinge zu reden. Obwohl ich mich jetzt seit drei Jahren an Deutschland gewöhnt habe, ist es schwer für mich, über emotionale Dinge zu reden. Eines Tages kam eine Frau herein, die meine Poster am Fenster gesehen hatte. Ich habe sie gefragt, ob sie eine Zeichnung haben wolle. Die Frau hat mir von ihrem verstorbenen Mann erzählt. Ich habe zwar nicht alles zu hundert Prozent verstanden, aber komischerweise konnte ich die Emotionen fühlen. Nicht viele Erfahrungen sind so besonders, aber ich mag es, dass ich für einen kurzen Moment mitfühlen kann, weil ich die gleichen Emotionen empfinden kann."



Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale).

ReilEcke 1988 – Teil 1

Glasnost & Perestroika – eine Improtheatersoap
von Hörspiel auf Verlangen
6. April 2018, 20 Uhr








Halle/Saale, nördliche Innenstadt, Hauptverkehrskreuzung Reileck, Ende der 80er Jahre.
Im Mittelpunkt dieser Theaterseifenoper steht Walter Koslowski – Betreiber eines Kiosk vom Typ K600. Vom Bezirksleiter beim staatlichen Postzeitungsvertrieb zwangsversetzt in den Kiosk ist der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften nun sein Geschäft. Und selbstverständlich ist der kleine Laden auch ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und der Diskussionen, – manchmal mehr als es Koslowski lieb ist.

Das Sprecher- und Schauspielerkollektiv „Hörspiel auf Verlangen“ katapultiert hr.fleischers Kiosk am Reileck in die Vorwendezeit. Anhand von Recherchen in Zeitzeugen- und Presseberichten erforschen sie auf ihre theatral-improvisierte Weise das gesellschaftliche Klima und die Zustände der damaligen Zeit. Damit verbunden werden soaptypische Themen wie Meinungs-verschiedenheiten, Liebe und Intrigen.

Was sich genau in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler, gleichermaßen überraschen. Und selbstverständlich endet jede Folge mit einen Cliffhanger – wie sich das für eine richtige Seifenoper gehört.

Premiere am 6. April 2018, 20 Uhr 
weitere Termine: 18.5.2018 / 20 Uhr
22.6.2018 / 20 Uhr
31.8.2018 / 20 Uhr
26.10.2018 / 20 Uhr / Finale 1988

kontakt@hoerspielaufverlangen.de

Dieses Projekt ist gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und durch die Stadt Halle.

Impressionen von der Premiere am 6. April 2018: